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Mittwoch, 22. November 2017, 14:45

Wie war es bei Euch

Hallo

ich würde gerne wissen wie bei euch der Verlauf war.

Bei mir besserte sich das hören nach zwei Tagen ( linkes Ohr ). Der Tinnitus war Anfangs recht leise. Nachts störte er etwas. Am dritten Tag war ich beim Ohrenarzt.
Da empfand ich ihn schon etwas lauter. Ich bekam Cortison, leider konnte ich damit kaum schlafen. Bekam dann auch etwas Panik. Der Tinnitus wurde nach
einer Woche sehr laut. Es ist nun ein Schrilles pfeifen. Vor allem wird es Abends lauter. Beim Fernsehen muss ich mich schon konzentrieren.
Leider ist nach Zwei Wochen auch das rechte Ohr hinzu gekommen. Da ist der Ton aber nicht so laut und störend.
Ich mache mir Vorwürfe, vielleicht wäre es längst weg, wenn ich nicht so einen Stress gehabt hätte mit dem Cortison. Bin so traurig darüber, dass es so schief gelaufen ist.
Merkwürdigerweise kann ich das leisere Geräusch, rechtes Ohr, Abends im Bett öfters mit Wachsohrstöpsel weg drücken. Links verwandelt es sich eher in ein Rauschen.
Generell ist es Morgens recht leise, eher ein rauschen.

Wie war oder ist es denn bei Euch ? Wahrscheinlich sind die, bei denen es weg ging oder besser wurde, nicht mehr in diesem Forum vertreten.
Das ganze ist nun knapp 4 Wochen her. Ich verliere langsam die Hoffnung auf Besserung. Gibt es denn Jemanden, bei dem es auch noch nach 4 Wochen oder einigen Monaten besser wurde oder weg ging ?

Über ein paar Berichte würde ich mich sehr freuen.

Danke

LG Oliver

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Donnerstag, 23. November 2017, 17:20

Hallo Oliver,

anfangs war es sehr störend bei mir, habe aber auch immer in mich hineingehorcht. In meiner 1. Reha habe ich einiges gelernt, dass ich mich nicht mehr so auf die Geräusche konzentrieren darf, dann werden sie leiser.

Wie ich schon schrieb, ich lenke mich ab.... dadurch gebe ich den Geräuschen nicht die Möglichkeit, sich so in den Vordergrund zu spielen. ;-)

Je mehr man sich damit beschäftigt, um so mehr horcht man auch in sich hinein.

Entspannungsmeditationen, Yoga und Sport bringen mich in stressigen Zeiten wieder ins Gleichgewicht, dann geht es mir besser.

Liebe Grüße
Edeltraud

  • »Gottschalk« ist männlich

Beiträge: 1

Wohnort: Rödinghausen

Beruf: Rentner

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Mittwoch, 13. Dezember 2017, 18:01

nach einem MRT begann das Problem

Hallo
ich habe nach einem MRT ein Problem bekommen, dass ich nicht mehr los werde. Selbst mein HNO Arzt ist ratlos. Nach einer Cortison Behandlung
stellte sich keine Besserung ein. Nun soll ich es mit Gingium Intens 120 FTA versuchen. Ich höre immer wieder, dass nach 3 Monaten eine Frist eintritt dass es danach keine Besserung mehr gibt. Ist schon doof das ständige Piepen im Kopf. Welche Empfehlung könntet Ihr mir geben, und welche Therapie sollte ich jetzt noch vornehmen?
es Grüßt Günter

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Samstag, 13. Januar 2018, 09:22

So war es bei mir

Ein Hallo an alle, die vom Tinnitus neu betroffen sind,

bei mir war es 2015 so:

Am Anfang: kleine klingende Glöckchen, die wieder aufhörten und wieder kamen und wieder aufhörten....
Dann 14 Tage später: Dauerton
HNO-Arzt: Cortisonkur
Weiterhin: Dauerton
Hilfe gesucht bei: Charité Centrum für Audiologie und Phoniatrie in Berlin und Psychologin (Verhaltenstherapie)
Weiterhin: Dauerton, bis ans Lebensende

Liebe Mitleidenden,

seit 2 Jahren lebe ich mit Tinnitus. Wie bekannt, wird dieser durch Stress (meist Arbeit) verursacht. Kein Arbeitgeber hat später dafür Verständnis, obwohl seine überhöhten Arbeitsanforderungen diesen Tinnitus verursacht haben (Meine Erfahrung).
Ich saß nach der Cortisonkur zu Hause und keine Besserung trat ein. Und es war mir unvorstellbar, dass ich diesen Dauerton bis zu meinem Lebensende aushalten muss. Also kamen mir wirklich Selbstmordgedanken und ich bin fest davon überzeugt, dass der Eine oder Andere von Euch schon genauso dachte. Aber ich lebe nun mal gern.
Als Optimist suchte ich nach Hilfe und wandte mich an die Charité. Nach mehreren Untersuchungen kann ich heute sagen: "Dort wirst Du nur zu Studienzwecken untersucht und es wird eindeutig gesagt, dass aufgrund der derzeitigen med. Möglichkeiten keine wirkliche Hilfe in Sicht ist." Es werden Dir Entspannungstherapien und die Einnahme von Magnesium empfohlen. Es gibt auch Selbsthilfegruppen in Deutschland.
Aber ich wollte nicht 1x im Monat die Geschichten dieser Anderen hören und mich dadurch weiter in meinem negativen Empfinden runter ziehen lassen, ich wollte eine positive Veränderung.
Dann hörte ich, dass es Psychologen gibt, die sich mit diesem Thema befassen, d.h. sie versuchen Dir beizubringen, wie Du den Tinnitus VERDRÄNGEN kannst, damit dieser nicht die Oberhand über Dich behält.
Ich habe über meinen HNO-Arzt eine Psychologin gefunden und die hat mir geholfen. D.h. natürlich musste ich mir selbst helfen.
Im Klartext heißt das nun: Ablenkung ist das große Zauberwort.
Auf der Arbeit bin ich weiterhin im Stress, verdränge also durch Aktivitäten den Gedanken, an das Geräusch.
Seitdem suche ich laute Geräusche, wie Straßenlärm und ähnliches, zu Hause mache ich sofort das Radio an, der Fernseher später tut sein Übriges.
Ich bewege mich also den ganzen Tag BEWUSST in lauten Geräuschen, damit ich nicht den Tinnitus höre und abgelenkt werde. Das klappt. Nur Abends beim Einschlafen ist der Tinnitus wieder da, aber irgendwann schlafe ich ein und dieser kurze Zeitpunkt der Nacht, der ist meines Erachtens zu ertragen.

Ich MUSS damit leben, niemand kann mir helfen, aber ich habe es geschafft und weiß, es gibt zum Thema Gesundheit noch viel, viel Schlimmeres!

Vielleicht konnte ich dem Einem oder Anderen mit meinen Gedanke helfen.
Haltet durch und lasst Euch das positive Eures Lebens nicht nehmen!

Herzlichst!
Sabine :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sabine1962« (13. Januar 2018, 09:30)


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Sonntag, 21. Januar 2018, 18:36

Hallo Gottschalk,

ich habe gelesen das du nach einem MRT einen Tinitus bekommen hast? War der sofort nach dem MRT da?
Nur Tinitus oder auch einen Hörsturz? Ich hatte Vormittags ein Kopf MRT und am nächsten Morgen bin ich mit einem Hörsturz und Tinitus aufgewacht. Der Tinnitus war die ersten Tage relativ leise und wurde dann immer lauter. Mich würde interessieren wie es bei dir war und ob es vielleicht wirklich einen Zusammenhang mit dem MRT gibt.
LG
Oliver

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